Grenzen und Leben
Zitat von Ingo Diedrich am 15. März 2025, 11:06 UhrEin kurzer Einfall:
Ich stelle mir Leben als Lebewesen vor. Lebewesen hören nicht einfach irgendwo auf, sondern sie sind begrenzt. Es gibt ein Innen und ein Außen. Lebewesen beziehen sich fortlaufend auf dieses Begrenztsein. So nehmen sie etwas von außen auf und gebe etwas dorthin wieder ab. Sich nicht darauf zu beziehen, ist für Lebewesen keine Option, sondern der Tod.
So beziehen sie sich auch immer auf das von ihnen Getrennte, das was nicht zu ihnen gehört. Trennung und gleichzeitig der Bezug zum Getrennten ist eine Grunderfahrung aller Lebewesen. Sie gibt dem Leben eine Wichtigkeit.
Diese Grenzerfahrung erlaubt etwas, was nur Lebewesen kennen: Kontakt. Es ist ein Unterschied, ob zwei Steine, die einfach irgendwo aufhören, nebeneinander liegen oder ob ein Lebewesen, das sich auf seine Grenze bezieht, sich auf ein Lebewesen bezieht, das dies eben auch tut.
Menschen beziehen sich nicht nur auf die räumliche Begrenztheit, sondern auch auf die zeitliche. Lebewesen haben eine Qualität: Lebendigkeit. Was genau das ist, ist ein anderes Thema, aber: was auch immer vor und nach dem Leben ist, es ist nicht lebendig. Dort fehlt die Erfahrung der Begrenztheit. Wir wissen um die Zeit nach und vor dem Leben und beziehen uns als Lebewesen auch auf diese Grenze. Sie gibt meinem Leben noch eine weitere Wichtigkeit und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Frage: Wie steht es um meine Lebendigkeit?
Ein kurzer Einfall:
Ich stelle mir Leben als Lebewesen vor. Lebewesen hören nicht einfach irgendwo auf, sondern sie sind begrenzt. Es gibt ein Innen und ein Außen. Lebewesen beziehen sich fortlaufend auf dieses Begrenztsein. So nehmen sie etwas von außen auf und gebe etwas dorthin wieder ab. Sich nicht darauf zu beziehen, ist für Lebewesen keine Option, sondern der Tod.
So beziehen sie sich auch immer auf das von ihnen Getrennte, das was nicht zu ihnen gehört. Trennung und gleichzeitig der Bezug zum Getrennten ist eine Grunderfahrung aller Lebewesen. Sie gibt dem Leben eine Wichtigkeit.
Diese Grenzerfahrung erlaubt etwas, was nur Lebewesen kennen: Kontakt. Es ist ein Unterschied, ob zwei Steine, die einfach irgendwo aufhören, nebeneinander liegen oder ob ein Lebewesen, das sich auf seine Grenze bezieht, sich auf ein Lebewesen bezieht, das dies eben auch tut.
Menschen beziehen sich nicht nur auf die räumliche Begrenztheit, sondern auch auf die zeitliche. Lebewesen haben eine Qualität: Lebendigkeit. Was genau das ist, ist ein anderes Thema, aber: was auch immer vor und nach dem Leben ist, es ist nicht lebendig. Dort fehlt die Erfahrung der Begrenztheit. Wir wissen um die Zeit nach und vor dem Leben und beziehen uns als Lebewesen auch auf diese Grenze. Sie gibt meinem Leben noch eine weitere Wichtigkeit und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Frage: Wie steht es um meine Lebendigkeit?
